Das Unternehmen Linden Lab ist das Unternehmen hinter Second Life. Linden Lab hat seinen Standort in San Francisco, USA. Der Name ist eine Anlehnung an die erste Adresse der Firma: der Linden Alley in Hayes Valley, USA.
Das Unternehmen wurde 1999 vom ehemaligen CTO der Firma Real Networks, Philip Rosedale, gegründet. Seit seinem ersten Kontakt mit dem Internet hatte Rosedale die Vision, eine nutzbare, virtuelle Simulation der realen Welt zu kreieren. Dabei kamen ihm seine Erfahrungen mit der Streaming-Technologie zu Gute, die er mit der Videokompressionssoftware Free Vue und Real Video gesammelte hatte. 2001 fiel der Startschuss für Linden Lab mit einem bescheidenen Budget von 1 Mio. US Dollar.
Weitere Meilensteine in der Entwicklung von Linden Lab
: > Oktober 2002: erster, öffentlicher Betatest von Second Life> Juni 2003: Second Life geht live
> April 2003: Mitch Kapor wird Teilhaber und Aufsichtsratsvorsitzender
Als sich bis Ende 2003 kein deutlicher wirtschaftlicher Erfolg einstellte, entschloss sich die Unternehmensleitung das Geschäftsmodell zu ändern: Neben der reinen Finanzierung aus den Erlösen für die Mitgliedschaften, schloss Linden Lab die virtuelle Währung Linden Dollar an den reale existierenden Wirtschaftskreislauf an. Über relativ stabile Tauschverhältnisse zwischen Linden Dollar und US Dollar kam die Sache in Fahrt. Das System "Second Life" stabilisierte sich und weckte das Interesse von Investoren wie Omidyar Network und Jeff Bezos, CEO von Amazon.com.
Zu den heutigen Haupteinnahmequellen von Linden Labs zählen Gebühren für Premium-Mitgliedschaften, Gebühren für den Tausch der Währungen in beide Richtungen und den Handel von Land (Grundstücke) und Inseln, sowie die monatliche Miet-/Pachtkosten dafür.
Es ist zu erwarten, dass Linden Lab in der nahen Zukunft sein Geschäftsmodell "Second Life" wieder an die Markt- und Umweltbedingungen anpasst.